Facebook User-Bilder unterliegen deutschen Datenschutzbestimmungen

Bekanntlich kommt es bei dem weltgrößten sozialen Netzwerk Facebook immer wieder zu Problemen mit der Datensicherheit. So behielt sich Facebook bislang zum Beispiel das Recht vor, die User-Bilder zu kommerziellen Werbe-Maßnahmen ungefragt an Dritte weiter zu geben. Doch laut einem jetzt veröffentlichten Gutachten muss sich das Unternehmen an die in Deutschland geltende Datenschutzbestimmungen halten.

Wer als Facebook-User Bilder oder Fotos in seinem Profil hoch lädt, muss damit rechnen, dass das Unternehmen diese auch kommerziell nutzt und sogar ungefragt an Dritte weitergibt. Doch da sich Facebook dabei auf die in Irland geltenden Datenschutzbestimmungen beruft, hat der Internet-Beauftragte der FDP, Jimmy Schulz, ein Gutachten erstellen lassen, dass klarstellen soll, ob Facebook tatsächlich so verfährt und damit unter Umständen widerrechtlich handelt. Das Ergebnis der Untersuchung wurde jetzt veröffentlicht, und zeigt, dass „Facebook als nicht innerhalb der EU gelegenes Unternehmen in Deutschland personenbezogene Daten erhebt, nutzt und speichert“.

Somit unterliegt Facebook also den deutschen Bundesdatenschutzvorschriften, obwohl die Europa-Zentrale des Unternehmens in der irischen Hauptstadt Dublin liegt. Auch der Datenschutzbeauftragte aus Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, hat sich zu den neusten Erkenntnissen geäußert. Seiner Meinung nach ist die Vorgehensweise definitiv rechtswidrig. Daher will Weichert in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit dem deutschen Verwaltungsgericht klären, in welcher Form man gegen Facebook vorgehen kann.

Das soziale Netzwerk selbst sieht sich jedoch keiner Schuld bewusst, wie eine Aussage von Richard Allan, dem Verantwortlichen Public Policy-Chef in Europa zeigt. Darin sagte Allan, dass sich das Unternehmen, obwohl der Dienst für die deutschen Facebook-User von Irland aus bereitgestellt wird, stets an die europäischen Datenschutzbestimmungen hält. Es bleibt also derzeit nur ab zu warten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Wir berichten erneut zum Thema, sobald es weiterführende Informationen dazu gibt.

Gerade bei Jugendlichen wird das Internet sehr zum Austausch genutzt. Ob es Gespräche, Fotos, Musik oder Sonstiges ist – über das Internet geht es schnell und problemlos. Auch ist eine gewisse Anonymität möglich, da niemand nachvollziehen kann, wer wirklich am anderen Ende sitzt und schreibt. Daher muss man mit der Weitergabe persönlicher Dinge sehr vorsichtig sein. Kommen diese in die falschen Hände, werden wesentliche Details aus dem Privatleben allgemein bekannt und werden so verbreitet.

Dabei ist es egal, ob es persönliche Erlebnisse oder gar Fotos sind, die vielleicht einer Person des Vertrauens gesandt wurden und bei passender Gelegenheit durch sie ins Internet gestellt werden. Wenn Fotos im Internet gelandet sind, bleiben sie dort. Es reicht, wenn irgendjemand sie abspeichert und irgendwann erneut einstellt. Das sollte man bei der Veröffentlichung eines Fotos immer berücksichtigen!

Daher kann man nur an die Nutzer des Internets appellieren, dass sie bewusst und verantwortungsvoll mit diesem Medium umgehen. Jedem kann es so ergehen, dass er in eine Falle tappt, die gestellt wird, um später zum Gespött der Leute gemacht zu werden. Es ist traurig, dass es immer wieder Menschen gibt, die andere derartig ausnutzen. Zum Glück gelten diese Fälle eher als selten, aber es ist immer ratsam auf der Hut zu sein!

Quellen: heise.de, facebook.com



  • Zum Autor
Sven Schäfer

Sven ist ausgebildeter Designer und geprüfter Online-Redakteur. Er lebt in Bochum und ist seit Anfang 2008 selbständig im Bereich Text, Design und Online-Marketing tätig. Er arbeitet als freiberuflicher Blogger und IT-Journalist für eine Vielzahl von Online-Medien, hauptsächlich im Consumer -und Elektronik-Bereich.



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