Facebook Datenschutz: Private Nutzerdaten für Freunde und Apps sichtbar

Facebook gerät erneut wegen Problemen mit dem Schutz der privaten Daten in die Schlagzeilen. Wie digitaltrends.com berichtete soll es kurzzeitig möglich gewesen sein, eigentlich private Informationen anzeigen zu können. Weiterhin wird über versteckt installierte Facebook Apps berichtet, die teilweise mehr verraten, als gewünscht.

Wie viele User von der kürzlich aufgetretenen Sicherheitslücke betroffen waren, ist laut digitaltrends.com nicht bekannt geworden. Das Problem soll nur einige wenige Stunden bestanden haben, in seiner Konsequenz wurde aber erneut deutlich, dass private Daten im Internet nicht immer privat bleiben müssen. Konkret ging es bei Facebook um private Chats und wartende Freundschaftsanfragen. Eigentlich sind diese Informationen nicht für Dritte zugänglich.

Nach dem Bericht auf digitaltrends.com sollen Facebook Freunde aber kurzzeitig Einblick in diese Bereiche gehabt haben. Facebook soll daraufhin die Chat Funktion kurzzeitig deaktiviert und einen entsprechenden Fix eingespielt haben. Ein weiteres Problem wird in der heimlichen Installation von Facebook Apps gesehen. Das Problem wird hierbei durch Webseiten verursacht, die mit Facebook zusammen arbeiten und die Facebook Connect APIs nutzen. Auf diesem Weg installieren sich beim Surfen auf externen Seiten, wie zum Beispiel CNet, Facebook Apps, wenn der User parallel bei Facebook eingeloggt ist.

Die Apps erscheinen zwar nicht auf der Profil Seite, wohl aber in den App Einstellungen. Das Brisante: Hier kann man auch sehen welcher seiner Freunde die gleichen Apps installiert hat. Im Zweifelsfall erfährt man so mehr über das Surfverhalten eines Dritten, als eigentlich gewünscht war. Die Apps lassen sich zwar problemlos löschen, installieren sich aber auch immer wieder, wenn die betreffenden Seiten erneut aufgerufen werden. Hier hilft es nur, wenn man sich zunächst bei Facebook ausloggt, bevor man weiter surft.



  • Zum Autor
Gordon

Von Haus aus bin ich Kommunikationspsychologe und wollte ursprünglich Kinder -und Jugendpsychotherapeut werden. Nach meinem Studium habe ich meine berufliche Laufbahn jedoch bei dem Internet-Unternehmen Skype begonnen. Anschließend arbeitete ich bei eBay im Onsite-Marketing und Finding-Bereich.



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