Motorola Atrix – das Notebook-Handy mit Google Android

Der Smartphone-Markt boomt derzeit wie nie zuvor, und die Mobiltelefone werden nicht nur immer schneller, sondern können auch immer mehr. Doch das Vorhaben, ein Smartphone auf den Markt zu bringen, was nicht nur Handy, sondern auch Notebook und Multimedia-Player in einem Gerät vereint, schlugen bislang fehl. Dieser Umstand könnte sich jetzt allerdings ändern, durch das Atrix aus dem Hause Motorola. Doch hält das Smartphone auch, was der Hersteller verspricht?

Laut Motorola kann das Atrix alles, was man von einem Smartphone erwartet. Doch damit nicht genug, denn es soll zugleich auch den Desktop-PC und die Multimedia-Station überflüssig machen. Bei einem ersten flüchtigen Blick scheint es sich allerdings eher um einen Wunschtraum zu handeln, denn mehr als der bekannte Touchscreen und viel Plastik ist nicht zu sehen. Dieser Umstand ändert sich jedoch recht schnell, schaut man sich die technischen Details näher an. Das Atrix verfügt nämlich über einen leistungsstarken Dual-Core Prozessor mit je einem Gigahertz, einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 16 GB Speicherkarte.

Als Betriebssystem kommt, verwunderlicher Weise, Googles Android 2.2 zum Einsatz. Verwunderlich daher, da bereits die 2.3.6er-Version offiziell zur Verfügung steht. Doch hat Motorola schon angekündigt, dass ein Update bereits in der Planung ist. Interessant ist auch das Zubehör. So bietet Motorola für runde 400 Euro das sogenannte LapDock an, eine etwa DIN A4 große Docking-Station, durch die sich das Atrix in ein schlankes Notebook mit einem 11,6 Zoll Display verwandelt. Darüber hinaus gibt es, für etwa 90 Euro, das HD Multimedia Dock, mit dem das Atrix zur Fernseh-Fernbedienung wird.

Ein Alleskönner-Smartphone hat Motorola mit dem Atrix jedoch nicht wirklich geschaffen, denn es liegt in der Hauptsache an dem recht kostspieligen Zubehör, dass das Handy zeitgleich auch einen Notebook-Ersatz darstellt. Das Atrix selbst schlägt mit ungefähr 500 Euro zu Buche, so dass man auf insgesamt knapp 1.000 Euro kommt, wenn man das Smartphone auch für andere Zwecke nutzen möchte. Sicherlich hat Motorola einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, doch bleibt abzuwarten, ob die Kunden auch bereit sind, derartig viel Geld auf den Tisch zu legen.

Quellen: heise.de, zdnet.com, motorola.com



  • Zum Autor
Sven Schäfer

Sven ist ausgebildeter Designer und geprüfter Online-Redakteur. Er lebt in Bochum und ist seit Anfang 2008 selbständig im Bereich Text, Design und Online-Marketing tätig. Er arbeitet als freiberuflicher Blogger und IT-Journalist für eine Vielzahl von Online-Medien, hauptsächlich im Consumer -und Elektronik-Bereich.



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