Apple beschuldigt HTC mehr als 20 seiner Patente verletzt zu haben

Zu den Vorwürfen von Apple gegen HTC wurden erste Details bekannt. Auch wenn verschiedene Geräte genannt wurden, scheinen sich die Vorwürfe auf ein Kernthema zu bündeln: Googles Android. Ist in Wirklichkeit also gar nicht der Hardwarehersteller HTC das Ziel der Apple-Kampagne, sondern Google selbst?

Apple beschuldigt HTC mehr als 20 seiner Patente in der Vergangenheit verletzt zu haben. HTC stellt Smartphones mit verschiedenen Betriebssystemen dar, darunter auch viele mit Googles Android Betriebssystem. In diesem Marktbereich konnte sich HTC zum Weltmarktführer hocharbeiten. So stellt HTC auch das Google-Phone Nexus One her und gehört damit zu den Hauptkonkurrenten von Apple.

Während Steve Jobs betonte, dass Apple fairen Wettbewerb zwischen Konkurrenten immer begrüße, behauptet auch HTC ausschließlich auf eigene Technologien gesetzt zu haben. HTC stellt bereits seit 1997 Smartphones her und ist damit selbst deutlich länger am Markt tätig als der Konzern aus Cupertino. In den Vorwürfen gegenüber der US-amerikanischen Handelskommission werden die HTC Geräte Nexus One, Pro Touch, Touch Diamond, TouchPro 2, Tilt II, Pure, Imago, T-Mobile G1, myTouch 3G, Hero, Droid Eris, und HD2 genannt.

Alleine 10 der betreffenden Patente sollen dabei das Google Nexus One betreffen. Das älteste dieser Patente datiert bereits auf das Jahr 1996 zurück und wurde von der damaligen Jobs-Firma NeXT entwickelt, die dann von Apple übernommen wurde. Wie auch die meisten anderen Patente, geht es auch hier nicht um Hard- sondern um Software. Daher liegt der Verdacht nahe, dass das primäre Ziel von Apple gar nicht der Hardwarehersteller HTC, sondern das Unternehmen hinter Android, Google, ist. Mit Spannung wird nun erwartet, wie HTC auf die Vorwürfe reagieren wird. Google hat bereits zu erkennen gegeben, dass man HTC in jedem Fall unterstützen wird.



  • Zum Autor
Gordon

Von Haus aus bin ich Kommunikationspsychologe und wollte ursprünglich Kinder -und Jugendpsychotherapeut werden. Nach meinem Studium habe ich meine berufliche Laufbahn jedoch bei dem Internet-Unternehmen Skype begonnen. Anschließend arbeitete ich bei eBay im Onsite-Marketing und Finding-Bereich.



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